Schwimmen mit Suunto Ambit3 S

Die Suunto Ambit3 Sport als verlässlicher Schwimmpartner – das behauptet zumindest der Hersteller. Dem musste ich natürlich auf den (nassen) Grund gehen.

Im Gegensatz zum Laufen benötigte ich eine gehörige Portion Überwindungskraft ins kühle Nass – noch dazu in dieser Jahreszeit – zu springen. Die Neugierde siegte. Running Zuschi wurde zur Swimming Zuschi…

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Startsprung

Ehe ich ins Wasser sprang, legte ich den Pulsgurt an und startete die Schwimmfunktion: Einfach auf START -> TRAINIEREN -> und dann POOL Schwimmen auswählen -> die Beckenlänge eingeben -> HR Check -> und START.

Länge um Länge

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Während dem Schwimmen läuft die Zeit, die du dank des großen Displays während der Wende gut sehen kannst. Zudem zeigt die Uhr an wie viele Meter du bereits zurück gelegt hast. Vor allem bei langen Distanzen hilft das sehr. Das mühselige Längenzählen hat somit ein Ende und ich kann ich endlich meinen Tagträumen hingeben (anstatt zu rechnen :-))

Für meinen Test habe ich mich aber immer wieder brav konzentriert, um die tatsächlich geschwommenen Längen mit den angezeigten Metern zu vergleichen. Und: es passte! Schwierig wird es nur dann, wenn du nur eine halbe Länge schwimmst und dann umdrehst. Automatisch werden 2 ganze Längen gezählt.

Good to know: es macht absolut keinen Unterschied, ob du eine Rollwende oder eine Kippwende machst… die Meter werden korrekt angezeigt 🙂

Hilfreich sind auch die Durchschnittszeiten pro 100m, die du – je nach Display Einstellung – während des Schwimmens sehen kannst.

Do you know my style?

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Was die Ambit3 Sport ebenfalls können soll, ist das Erkennen des Schwimmstils. Diese Herausforderung schaffte dieser Sport-Computer – fast. Während er Freistil, Brust und Rückenschwimmen problemlos erkannte, bereitete Schmetterling ihm einige Probleme – oder besser ausgedrückt: es war in seinem Repoirtaire nicht vorhanden.

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Zum Glück kann die Ambit 3 Sport lernen… ja, im wahrsten Sinne LERNEN. Dazu hältst du während des Trainingsmodus die NEXT Taste lange gedrückt. Du wechselst damit in den Einstellungsbereich. Dann SCHWIMMEN bestätigen und im nächsten Menü auf “Stil lernen” drücken. Es erscheint nun “Schmetterling” als Auswahlkriterium. Bestätigen – und dann eine Länge Delphin schwimmen. Fertig.

Pulsmessung

Im Becken wird die Herzfrequenz über den Pulsgurt aufgezeichnet. ABER: während des Schwimmens kann die aktuelle Herzfrequenz nicht angezeigt werden. Erst nach Beenden der Schwimmeinheit durch Stoppen der Aktivität wird die Herzfrequenz angezeigt.

Noch eine Anmerkung zum Pulsgurt: wie schon beim Laufen stört erfreulicherweise der Pulsgurt überhaupt nicht beim Schwimmen. Ich merke ihn so gut wie gar nicht: er sitzt fest und verursacht keine Scheuerstellen.

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Auswertung

Umgehend kannst du via deinem Smartphone und der darauf befindlichen Movescount App die Schwimmeinheit auswerten.

Auf dem PC siehst du dann die umfangreiche und detaillierte Auswertung deiner Einheit. Unter anderem werden auch SWOLF (Anmerkung: SWOLF-Wert = Schwimm-Effizienz: Anzahl der Armzüge + Zeit in Sekunden, z.B.: 25 Armzüge + 50 Sekunden = 75. Ziel ist die Verringerung des SWOLF-Wertes) und EPOC gemessen.

Running Zuschi’s Fazit

Die Ambit3 Sport ist durchaus ein toller Trainingsguide fürs Wasser bzw. für die anschließende Analyse. Denn HF wird leider während des Schwimmens nicht angezeigt… und gerade dieser Wert wäre spannend. Zumindest was die Distanz betrifft, hält die Ambit3 S ihr Versprechen.

Dank der detaillierten Analyse wurde die Bewegung im Wasser wieder spannend… denn Frau bzw. Mann will sich wieder etwas verbessern. Somit – perfekte Motivation für die kommenden Schwimmeinheiten. Und es ist schon erstaunlich, dass so eine Uhr meine etwas verstaubte Liebe zum Schwimmen wieder aufleben lässt.

Freiwasser Schwimmen

Der Freiwasser-Schwimmtest, der vor allem für die lieben TriathletInnen spannend ist, folgt dann bei Wörthersee-Wasser-Temperaturen von über 18 Grad… also: ihr dürft euch auf 2015 freuen 🙂

7 Gedanken zu „Schwimmen mit Suunto Ambit3 S“

  1. Na da freue ich mich ja auf den Freiwassertest. Die Ambit kann schon was, ohne Frage.

    Ich kann es ja auch kaum mehr abwarten, bis ich wieder aus der Halle raus kann. Obwohl ich noch nicht wirklich nennenswert viel dort unterwegs war. Aber die letzten Wochen so ein, zwei Mal dort drin reichen vollkommen, um die Freiheit des Sees unglaublich zu vermissen. Selbst bei Regen…

    1. Ja, Länge für Länge im Hallenbad ist auch mentales Training 🙂 Cool, dass du es zumind. 1x pro Woche schaffst. Ich versuche mich jetzt wirklich regelmäßig zu motivieren ins kühle Nass zu springen. erfreulicherweise hilft da die Ambit als Motivator mit 🙂
      Weiterhin viel Spaß beim Training… und vlt. schaffen wir es ja endlich mal gemeinsam einen See-Swim hinzubekommen! Würde mich wirklich sehr freuen!

  2. Schön einen Bericht über die Suunto gefunden zu haben. Ich habe mir die Ambit3 Peak besorgt und schwimme meistens Freiwasser. Gibt es schon Neuigkeiten über deine FW Erfahrungen? Ich selbst bekomme die Herzfrequenzfunktion nicht zum Laufen. Bzw. die Synchronisation im Anschluss des Trainings klappt nicht. Synchronisation steht auf 1 % und bricht dann nach etwa 5 Minuten ab. Finde bei Suunto auch keine Hilfe. Darf ich dich um Tipps fragen?

    1. Hallo Yogi! Vorweg – sorry für die späte Antwort!
      Meine Freiwassererfahrungen sind leider noch sehr dürftig… habe es 2x versucht und war sehr zufrieden. Die angezeigte Distanz war zwar minimal kürzer, aber sonst hat es gepasst.
      Was deine Frage bzgl. Synchronisieren angeht – phu, das hört sich nach einem technischen Problem an. Ich würde dir raten dich an deinen Händler oder direkt an Suunto zu wenden.
      Lass mich bitte wissen, wie das Problem gelöst wurde… DANKE! und alles Gute!

      1. Vielen Dank für deine Antwort – mittlerweile hat sich das Problem gelöst. Ein Softwarebug war dafür verantwortlich, dass die Bluetoothverbindung nach 30 Minuten abgeschaltet hat. Mittlerweile – mit einem Update von Suunto – ist dieser Fehler behoben. Zwar bin ich bis jetzt ausschließlich Fahrrad gefahren und war im Freiwasser unterwegs, aber die Suunto funktioniert gut und fasziniert mich immer noch. Möglicherweise zeigt sie eine zu kurze Distanz an – ein ausgeschriebenes 2300 m Schwimmen über den Bodensee zeigte die Suunto mit 2200 m an. Zur Zeit schwimme ich eher meditativ zwischen 2 und 5 km in einem kleinerem See. Zeigt sie zu wenig an, beschummelt man sich wenigstens nicht selber 😉 Da warte ich mal auf die nächsten Seedurchquerungen – obwohl: wer hat und wie wurde die Distanz dort ermittelt? Danke nochmals, Y

  3. Hallo!
    Ich setzte die Ambit3 gerne beim Schwimmen ein. Sie diszipliniert mich, wie schon beim Laufen. Es gibt aber ein Problem: Die Uhr verwechselt immer wieder mal Kraulen mit Rückenschwimmen. Ich habe die Stile neu angelernt, aber es passiert immer noch. Es hat wohl auch damit zu tun, dass ich wirklich noch nicht sehr gut schwimme. Die Verwechselungen träten nämlich auch meist am Ende des Trainings auf, wenn man nicht mehr so sauber schwimmt. Aber natürlich kraule ich weiter, technisch jedenfalls nicht so katastrophal schlimm, als dass man es nicht als solches wahrnehmen könnte. Ist Dir das mal passiert?

    1. Hallo Hans!

      Vielen DANK für deine Anfrage. Anfangs hatte ich auch Probleme, dass die Ambit3 Butterfly erkannte… es hat doch einige Zeit gedauert, bis das mit der Lernfunktion geklappt hat. Es kann durchaus sein, dass durch leichte Veränderungen beim Stil innerhalb einer Einheit die Stile verwechselt werden… denke, dass hier die Technik an ihre Grenzen stößt.
      ich leite deine Rückmeldung gerne an Suunto weiter… vlt. gibt es ja noch einen Trick. Melde mich!
      Viel Spaß und liebe Grüße
      RZ

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