Laufen in Covid-19 Zeiten: virtuelle Läufe

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Die Covid-19 Pandemie zwingt uns alle entweder zu Abstrichen oder zu Kreativität. In der Laufbraunche sind vor allem Laufevent-Veranstalter gefordert: die einen sagen die Rennen ab – die anderen steigen zumindest für absehbare Zeit auf virtuelle Läufe um.

Virtuelle Läufe: Google wirft über 4Mio. Einträge bei der Suche nach “Virtueller Lauf” aus, “Virtual Run” kommt auf fast 2 Mrd. Treffer. Und es werden täglich mehr. Was gibt es da für Möglichkeiten? Hier ein paar der gängigsten…

  • Laufe, wo du bist/willst – innerhalb einer vordefinierten Zeitspanne eine vorgegebene Distanz. Der Virtuelle Boston Marathon 2020 ist ein Beispiel dafür. Einen offiziellen Nachweis mussten die Läufer z.B. via Strava oder anderen gängigen Trackingplattformen an den Veranstalter übermitteln.
  • Laufe, wo du bist/willst – innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne eine x-beliebige Distanz. Die 261 Fearless Running Series Move the World lädt Menschen weltweit ein, aktiv zu sein – fern vom Leistungsgedanken, das Dabeisein zählt. Ein Foto genügt – keine App oder Tracking notwendig.
  • Laufe am eigentlichen Veranstaltungsort deine Distanz (z.B. 5km) innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne. Der Int. Wolfgangseelauf wird 2020 auf diese Weise ausgetragen – auch Wolfgangsee Individual Run genannt. Online anmelden, nach St. Wolfgang fahren, Chip beim Tourismusbüro abholen, deine gebuchte Strecke laufen und eine Art Wolfgangseelauf Feeling genießen. Über den Chip, der von der Firma Pentek ist, wird die Zeit erfasst und für die Ergebnisliste herangezogen.
  • Laufe, wo du bist/willst eine bei der Veranstaltung übliche Distanz (z.B. Viertel- oder Halbmarathon) und starte exakt zum gleichen Zeitpunkt, an dem der eigentliche Start wäre (z.B. 10 Uhr). Diese Variante hat der Graz Marathon gewählt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten um 10.00 Uhr wo immer sie waren und trackten ihren Lauf via einer eigens dafür konzipierten App. Ein ähnliches Konzept fährt bereits seit 2015 der Wings for Life World Run.

Es gibt somit viele viele Möglichkeiten auch in Covid-19 Zeiten Motivation fürs Laufen zu tanken. Dieses Mal konnte ich der Versuchung nicht widerstehen den hybriden Graz Viertelmarathon auszuprobieren. Michael Kummerer, der Organisator des Rennens, hatte sich vor vor einigen Wochen bereit erklärt eine Projektaufgabe für meinen Sport PR Kurs an der FH Wr. Neustadt zu stellen und sich live in die Vorlesung für ein Briefing dazu geschaltet. Die Frage: wie lässt sich diese hybride Laufevent Idee über das Corona Zeitalter hinaus weiterentwickeln, so dass nicht nur beim eigentlichen Event vor Ort, sondern weltweit Menschen beim Graz Marathon mitlaufen?

Um noch besser mitreden zu können ;-), musst ich ihn einfach ausprobieren. Und bei kaltem, nassen Wetter war dieser virtuelle Run der perfekte Motivator einen 10.5km Lauf zu machen.

Mein Fazit:

  • Kostenlose Anmeldung einfach via App namens viRACE
  • Startvorgang war etwas kompliziert, da um 9.00 das Warm Up startete. Das wurde bei meiner Finisherzeit hinzugezählt. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war beim Viertelmarathon ein technischer Fehler passiert.
  • Jeden KM gab es eine Ansage (es gab 3 Stimmen zur Auswahl) über absolvierte Laufzeit und aktuelle Platzierung.  Fanfaren beim Queren der virtuellen Ziellinie. Wer will, konnte sich auch seine Playlist aus Spotify hinzufügen. Für alle Geschmäcker war etwas dabei.
  • Von der falschen Startzeit unbeeindruckt wurden aber während des Laufens die KM richtig gezählt und angesagt.
  • Die Ergebnislisten für die einzelnen Läufe war rasch online… doch wie schon erwähnt, gab es beim Viertelmarathon technische Probleme. Bei den anderen Distanzen hat alles lt. Ergebnisliste gut geklappt. ABER: das macht nichts… das sind super Learnings, damit es beim nächsten Mal noch besser funktioniert… und da jeder wo anders läuft, lassen sich die Zeiten so und so nicht vergleichen.
  • Anmerkung: noch am Abend erhielt ich eine Nachricht bezüglich der falschen Startzeit… und gleich die Einladung am kommenden Sonntag nochmals zu laufen :-). Finde ich ein cooles Kundenservice.
  • Die App hat sehr wenig Akkuleistung verbraucht. Nach einer Stunde war mein iPhone Akku noch zu 75% geladen.

Mir hat es Spaß gemacht, es hat mich zu einem wunderschönen und einsamen Regenlauf gebracht.

Welche Virtuellen Läufe habt ihr schon gemacht? Und was ist euer Fazit?

 

Mein nächster Virtual Run ist am 29. Oktober MOVE THE WORLD… die virtuelle 261 Lauf- und Walkserie. Ich werde ihn gemeinsam mit den Club 261 Lauftreff Damen in St. Kanzian machen und uns dabei virtuell (via Zoom) mit den Gruppen in Klagenfurt und Graz zusammentun und eine Stunde Bewegungsspaß genießen – zwar physisch getrennt, aber virtuell und im Spirit gemeinsam. Willst du auch dabei sein…? Einfach HIER anmelden 🙂 Freu mich auf dich!

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